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Story/Thema Mai 2010
Bad Dürrheimer Apfelschorle aus OBST VOM BODENSEE
Das konsequente Bekenntnis zu der Heimatregion und die Garantie für den Verbraucher ausschliesslich Früchte aus Europas bester Anbauregion, dem Bodenseeraum zu verwenden, das ist das Erfolgsrezept der Bad Dürrheimer Apfelschorle. Das Bodenseegebiet wird als die sonnigste Anbauregion Deutschlands bezeichnet und stellt die Qualität des geernteten Bodenseeobstes immer wieder unter Beweis.
Produktidee – Apfelschorle mit definierter Herkunft
Bad Dürrheimer Apfelschorle bietet, was anspruchsvolle Verbraucher verlangen. Die definierte Herkunft der Äpfel und ein durch das feine Aroma von Bodenseeäpfeln optimaler, harmonischer und erfrischender Geschmack, das sind die Merkmale der Bad Dürrheimer Apfelschorle. Dahinter steht die Überlegung, daß sich eine sehr gute Obstqualität auch in der Qualität einer Schorle niederschlägt. Der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen hat daher zusammen mit der Obstregion Bodensee den Weg weg von der Anonymität des Produktes beschritten hin zu überzeugenden Herkunftsargumenten für den Erzeuger. Die Herkunftsgarantie gibt die Marke OBST VOM BODENSEE wieder, die auf den Bad Dürrheimer Schorleetiketten gedruckt ist.
Bad Dürrheimer Mineralbrunnen
Geerntet und gekeltert wird das Obst am Bodensee und der Getränkehersteller aus dem Schwarzwald kreiert daraus mit Bad Dürrheimer Mineralwasser eine hochwertige Schorle. „Unser Mineralwasser harmoniert in seiner Zusammensetzung einfach ideal mit dem Bodensee Obst“ berichtet Ulrich Lössl, Geschäftsführer des bekannten Baden-Württembergischen Mineralbrunnenunternehmens. Neben der Apfelschorle produziert Bad Dürrheimer auch Apfel-Kirschschorle und Apfel-Johannisbeerschorle, ebenfalls aus Bodenseeobst.
Weitere Infos:
Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH + Co. KG, Heilbrunnen
Michael Neuenhagen (Marketingleiter)
Tel.: +49 (07726) 6609 160
michael.neuenhagen@bad-duerrheimer.de
Tafeln wie die Grafen
Einmal eine Nacht im Schloss verbringen – für viele klingt das immer noch wie ein Märchen. Dabei stehen Burgen und Schlösser längst nicht mehr nur Prinzessinnen und Prinzen offen. In vielen von ihnen bitten die „Schlossherren“ ihre Gäste nicht einfach zu Tisch, sondern an lange Tafeln. Anlässe gibt es genug. Ob zur Hochzeit, zu Papas 60. Geburtstag oder um gemeinsam mit dem Partner einen schönen Abend bei einem guten Essen in außergewöhnlichem Ambiente zu verbringen: Ein uriges Gemäuer mit rustikalem Gewölbe oder ein prunkvoller Festsaal schaffen immer eine besondere Atmosphäre und adeln jede Veranstaltung. Hinzu kommen nicht selten barocke Gärten, Terrassen mit atemberaubendem Ausblick und lauschige Burghöfe. Wo einst Könige zu Gast waren, ist heute der Gast König. „Schlossgeister“ sind gern gesehene Gäste, die fürstlich bedient werden. Selbst der sonst so sachlichen Geschäftswelt tut es sicher gut, sich einmal in weniger nüchterner Umgebung zu treffen und dort zu tagen, wo früher Ritter und Fürsten lebten und ein Hauch von Ewigkeit die Mauern umgibt.
Tafeln wie die Rittersleut
Sie möchten Schlafen wie im Mittelalter? Essen wie im Mittelalter? Trinken wie im Mittelalter? Willkommen im Ritterkeller Aulendorf. Schmausen Sie dort, wo früher Minnelieder Prinzessinnenherzen erweichten und Ritter noch Rittersleut sein durften. Moderne Tischsitten und Umgangsformen über Bord werfen und von Gauklern, Minnesängern und Spielleuten unterhalten werden. Ein mystischer Abend in dem historischen Ritterkeller bei „Kurzweyl, Trunk und Gaumenfreuden“. Machen Sie eine kulinarische Zeitreise. Aber kleiden Sie sich als Burgfräulein, Knappe oder Ritter. Das fällt am wenigsten auf. Gespeist wird wie im Mittelalter an Holztischen. Serviert werden eher traditionelle Gerichte, wie Leckereien aus Fleisch und Fisch, dazu typische Brotsorten früherer Zeit. Selbstverständlich von Knechten und Mägden an den Tisch gebracht. Die Küchenmeister verstehen sich besonders auf die althergebrachten Geheimnisse der Kräuterwelt. Kräuter und Gewürze sind heute wie damals der Gesundheit förderlich und machen die Speisen schmackhaft. Der eine oder andere Gast hat schon die berauschende und aphrodisierende Wirkung am eigenen Leib gespürt…
Märchenhaft feiern
Zwischen Riedlingen und Sigmaringen, am Rande der Schwäbischen Alb, wartet ein märchenhafter Leckerbissen: Das Schloss Wilflingen. Da es seit über 500 Jahren im Besitz des Schenken von Stauffenberg ist, bietet es tiefgreifende Einblicke in das Leben einer reichsritterschaftlichen Familie. Dort, wo einst die adlige Gesellschaft flanierte und rauschende Feste feierte, können Sie zu Gast sein. Das Schloss, die Esszimmer und der Schlosshof bieten eine bezaubernden Kulisse für Lesungen, private Feiern und Hochzeiten. Für Hochzeiten hüllt sich das Schlösschen gerne in weiß-blaue Gewänder und kleidet Tische und Stühle in die Farbe der Unschuld. Wilflingen ist eine Schatztruhe voller Antiquitäten, die für ein einmaliges Ambiente sorgen. Heiraten Sie standesamtlich in Wilflingen oder kirchlich in der wunderschönen barocken St. Johannes Nepomuk Kirche und bitten Sie Ihre Gäste danach zum Sektempfang in den großen Schlosshof, der herrschaftliches Flair versprüht. Dort können Sie dann wie ein Schlossherr die Glückwünsche entgegennehmen und anschließend mit einer festlich geschmückten Pferdekutsche zum Eisighof fahren, wo dann das große Fest mit bis zu 100 geladenen Gästen beginnen kann.
Der Charme vergangener Zeiten
Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff sagte einmal über das Schloss Montfort: „Die herrliche Ruine Montfort auf einer Landzunge gelegen, ist die schönste, die ich je gesehen habe.“ Recht hatte sie. Bis heute hat sich Schloss Montfort in Langenargen den Charme vergangener Zeiten bewahrt. Das Schlossareal betritt man durch ein großes schmiedeeisernes Tor. Durch den Haupteingang gelangt man in den Vorsaal. Hier entscheidet man sich für einen Aufstieg auf den Schlossturm, von wo man eine phantastische Aussicht auf den Bodensee, die Alpen sowie auf Langenargen und das schwäbische Oberland hat. Oder man stattet dem lichtdurchfluteten Restaurant im historischen Ambiente einen Besuch ab, das vom Schlossfrühstück oder Brunchbuffet an Sonn- und Feiertagen bis zum feierlichen Verwöhnmenü alles anbietet. Für Veranstaltungen, Bankette und Empfänge stehen zusätzlich der Spiegelsaal sowie die angrenzenden Räume und der Konzertsaal zur Verfügung, in denen bis zu 240 Personen Platz finden. Und im Sommer lockt der wunderschöne Seepark sowie die beiden lauschigen Terrassen die Besucher nach draußen.
Bezauberndes Kleinod
Bei Schlösser denken nicht wenige gleich an Neuschwanstein oder Sanssouci – aber es gibt auch kleinere Perlen zu entdecken. Der Vorteil: Man bekommt gleich zwei Dinge auf einmal geboten. Die historischen Räumlichkeiten, und die oft wunderschönen Gartenlandschaften oder Parks. Als Kleinod und Glückgriff wird das Schloss der Künste in Friedrichshafen-Efrizweiler bezeichnet. Ein altes Wasserschloss aus dem 11. Jahrhundert, in dem schon vor tausend Jahren Kirchenfürsten Ein und Aus gingen. Seit 1999 ist die Künstlerin Ingrid Rundel die Besitzerin des Anwesens, die mit liebevoller Konsequenz und Eleganz ihren „Eigenen Stil“ durchsetzt. Heute ist das Schloss der Künste ein repräsentativer Veranstaltungsort mit beeindruckender Architektur- Hotspot für moderne Kunst, Hotel und Restaurant. Die Künstlerin kocht leidenschaftlich gern selbst und am liebsten „à la Mama“. Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Der steht im historischen Gewölbekeller und bietet sich ideal für Weinproben, Tanzveranstaltungen, Feste und Hochzeiten an. Bis zu 120 Personen können je nach Art der Veranstaltung fantastische Stunden genießen.
Fürstlich dinieren
Als „kleine Residenz am Ried“ empfiehlt sich Bad Wurzach seinen Gästen. Die herrschaftliche Kulisse hat das imposante Schloss aus der Barockzeit zu einer der beliebtesten Hochzeitsadressen der Region werden lassen. Hier werden Träume wahr und schon viele zarte Romanzen fanden in diesem historischen Ambiente, einen krönenden Abschluss. Den "Weg ins Himmelreich" erreichen Sie im Schloss Bad Wurzach über die Barocktreppe. Mit seinen elegant geschwungenen Treppen und der reichen Ausstattung mit Stuck und Fresken zählt es zu den prächtigsten Treppenhäusern im süddeutschen Raum. Oben öffnet sich ein olympischer Götterhimmel. Nun kommt der Clou: Das wunderschöne Barocktreppenhaus ist offizieller Trauungsraum des Standesamtes Bad Wurzach und findet direkt unter dem "olympischen" Himmel statt. Anschliessend kann das glückliche Paar vom Balkon aus den geladenen Gästen huldvoll zuwinken und im Städtle lustwandeln. Die Liebenau Service Gastronomie ist exklusiv für die Bewirtung der Gäste zuständig und bietet somit einen ganz besonderen Rahmen für Veranstaltungen im Schloss Bad Wurzach. Im Pater Jordan Saal können die Brautleute in bester Schlosstradition auf gediegenem Parkett feiern und in festlicher Ausstattung an barocken Sechsertischen oder an der großen Tafel fürstlich dinieren.
Historischer Zeitgeist
Nicht versäumen sollte man einen Besuch in Bad Schussenried. Das Kloster Bad Schussenried gehört zu den Adressen mit historischem Zeitgeist. Das 1183 gegründete Prämonstratenserkloster kommt ohne Luxusschnörkel aus. Die Atmosphäre ist authentisch und die ländliche Umgebung einmalig. Wer Burgen, Schlösser, Rittergüter und Klöster liebt, fühlt sich vom Charakter des Klosters magisch angezogen. Bis zu 80 Personen können in dem ehrwürdigen, historischen Chorkeller feiern, in dem sich das Restaurant Carlo´s befindet. Das Ambiente des von 18 Säulen getragenen Kreuzgewölbes ist einzigartig und eröffnet im wahrsten Sinne des Wortes ganz neue Perspektiven. Gemäß den Vorgaben des Denkmalschutzes aufwendig gestaltet, strahlt der Chorherrenkeller eine unnachahmliche Authentizität aus, die den Gast ein paar Jahrhunderte zurückversetzt. Wenn es das Wetter zulässt, wird auch gern die Außenterrasse genutzt, die sich im malerischen Innenhof, zwischen Klosterkonvent und Klosterkirche befindet. Und im Sommer überrascht das Carlo’s seine Gäste auf der Sonnenterrasse gerne mit kreativen und exzellenten Leckerbissen.
Hier kann man zwischen Bodensee, Oberschwaben und der Donau fürstlich tafeln:
Hotel Arthus/Ritterkeller
Radgasse 1
88326 Aulendorf
Tel.: +49 (07525) 92 21-0
www.ritterkeller.de
Schloß Wilflingen
88515 Wilflingen
Tel: +49 (07376) 381
Fax: +49 (07376) 1540
www.schloss-wilflingen.de
Schloss Meßkirch
Schlossstraße 1 (Postanschrift)
Kirchstraße 7 (Standort)
88605 Meßkirch
Tel.: +49 (07575) 206-46
www.schloss-messkirch.de
CARLO´S im Chorherrenkeller
Inh. Dorothea Kapitel
Neues Kloster1
88427 Bad Schussenried
Tel.:+49 (07583) 3981
Restaurant Grüner Baum
Schloss Zeil 30
88299 Leutkirch
Tel.: +49 (07561) 6007
Direktvermarktung
Partyservice
Erlebnisgastronomie
Familie Diesch
Bussenstraße 8
88525 Dürmentingen
Tel.: +49 (07371) 959 99 84
www.ritteressen-duermentingen.de
Liebenau Service GmbH
Schloss Bad Wurzach
Tel.: +49 (07564) 934 552
www.schloss-badwurzach.de
Bischofschloss Kreativhotel GmbH
Schloßweg 2
88677 Markdorf
Tel.: +49 (07544) 509 10
www.mindnesshotel.de
Schloß der Künste
Riedheimer Str.8
88048 Friedrichshafen
Tel.: +49 (07544) 2421
www.schlossderkuenste.de
Schloß Montfort
Vemax Gastro
Untere Seestr.3
88085 Langenargen
Tel.: +49 (07543) 912 712
www.vemax-gastro.de
Text: Daniela Brüggemann
Zu Tisch mit den Bonapartes
(CH – Salenstein) Die Familie Napoleon hat in ihrem Exil am Untersee ganz nett gewohnt, wie jedes Jahr tausende von Besuchern des Schlosses Arenenberg ("das schönste Schloss am Bodensee") sehen können. Wie Louis Napoleon, Hortense des Beauharnais und die anderen hochadeligen Franzosen gegessen haben, sieht man nur in historischen Dokumenten – und jetzt in der diesjährigen Ausstellung im Schloss.
Königinnen-Suppe, grüne Austern, Rebhuhn-Mousse mit Trüffeln, dazu die passenden Weine: In der neuen Jahresausstellung „Zu Tisch – À Table! Köstlichkeiten aus fürstlichen Küchen und Kellern“ nähert sich das Napoleonmuseum Thurgau zur Zeit den kulinarischen Gepflogenheiten der ehemaligen Fürsten Europas.
Die höfische Kultur des Essens und Trinkens zwischen 1800 und 1900 steht im Mittelpunkt der Sonderschau auf dem Arenenberg, die in Zusammenarbeit mit der Réunion des musées nationaux in Paris und dem Museo Napoleonico in Rom präsentiert wird. Während sich die Häuser in Paris und Rom auf die Trinkkultur konzentrieren, stehen auf Schloss Arenenberg, dem Elternhaus Kaiser Napoleons III. am Bodensee, ausgewählte Speisen und deren Rezepte im Mittelpunkt, die aus teilweise noch nie bearbeiteten Quellen zusammengetragen wurden.
Salzlamm am Grillspieß
Als Gerüst der Ausstellung dient ein 13-gängiges Menü aus dem Jahr 1805. Massimo, Chefkoch ("Maître de cuisine") der holländischen Königin Hortense, stellte es für Hortenses Mutter, Kaiserin Joséphine, und deren Ehemann Kaiser Napoleon I. zusammen. Anlass war der Besuch der lombardischen Gesandten am kaiserlichen Hof auf Schloss Malmaison bei Paris. Einzelne Gänge des Menüs mit Rezept und dazugehörigem Wein aus dem Keller Kaiserin Joséphines werden in der Ausstellung mit einer historischen Persönlichkeit aus dem Umfeld der kaiserlichen Familie verbunden: Kaiser Napoleon I. beispielsweise mit seinem Lieblingswein, einem Chambertin aus dem Burgund, und dem Gang „Lamm Pré salé am Grillspieß“. Das zarte Lammfleisch stammt aus der Region um den Mont Saint-Michel, wo die Wiesen regelmäßig von den salzigen Fluten des Meeres überschwemmt werden. Es nimmt dabei einen besonders würzigen Geschmack an.
Die Beschreibung verschiedener adliger Höfe unter einem kulinarischen Aspekt rundet das Ausstellungsmenü ab. So lernen die Besucher den Weinkeller von Kaiserin Joséphine kennen, und sie begeben sich via Bilderausflug auf die Insel Mainau an die Tafel des Fürsten Esterházy, der die Insel 1827 kaufte. Erlesenes Porzellan und Kristall sowie Texte von Alexandre Dumas, dem Verfasser des Werkes „Wörterbuch der Kochkunst“, erinnern an ein Souper auf Schloss Arenenberg. Seltene und kostbare, aber heutzutage auch merkwürdig anmutende Exponate aus fürstlichen Haushaltsbeständen illustrieren die Tischkultur des 19. Jahrhunderts. Die Besucher bekommen eine Eisbombe zu Gesicht und erfahren, dass ein Diner auf Aluminiumgeschirr zu den teuersten Vergnügungen gehörte.
Kaiserliches Kleckern
Napoleon I. nahm sich keine Zeit fürs Essen. Den Tag begann er diskutierend bei einer Tasse Tee, speziell Orangenblütentee, den er selbst zuckerte, immer serviert in einer Vermeil-Tasse (Vermeil: feuervergoldetes Silber) auf einem Vermeil-Tablett. Zwischen 9.30 und 11 Uhr nahm er sein déjeuner ein. Da die Audienzen oft länger dauerten als gedacht, wurde das Essen kalt. Man servierte es an einem kleinen runden Tisch auf Silberteller, unter einer Haube, und hielt es auf einem Rechaud lauwarm, mehrfaches Aufwärmen war normal. 1810 bestand das déjeuner aus einer Suppe ("Potage"), Vorspeisen, Zwischengerichten („entremets“), Desserts, einer Tasse Kaffee, zwei Brötchen und als Getränk eine Flasche Chambertin, den er sehr verdünnt trank. Der Kaiser aß sehr schnell, ohne Reihenfolge, langte selbst und direkt in das Gericht, kaute kaum und bekleckerte stark seine Kleidung. Die Mahlzeit dauerte maximal acht Minuten. Seine Gäste, wohl wissend um die kaiserlichen Tischsitten, aßen vorher oder organisierten Diners nach dem offiziellen Empfang. Kaisers Lieblingsgerichte waren Hühnchen ("Poulet") in allen möglichen Zubereitungen, und Makkaroni mit Parmesan. Überhaupt bevorzugte er einfache Gerichte, wie Frittiertes, Patisserie, Pasteten, Blutwurst, Klößchen. Auch sein Neffe Louis Napoléon, der spätere Kaiser Napoleon III., liebte es deftig und aß als Prinz am liebsten Leberwurstbrot oder Schlachtplatte mit Bier. Somit hatten beide kaum Einfluss auf die Entwicklung der Gastronomie, die gerade in ihrer Zeit immer raffinierter wurde.
Eigentlich stand das Dîner für 18 Uhr auf dem Programm, aber wie beim Déjeuner konnte es sich verzögern. Der Kaiser vergaß manchmal zu essen, und keiner traute sich, ihn daran zu erinnern. Dann wurde es eben 23 Uhr … Im Jahr 1810 bestand das Dîner aus einer Potage, Fleisch, Pudding, vier Vorspeisen, zwei Braten, zwei Zwischengerichten, zwei Salaten, einem Nachtisch mit 18 Variationen. Man trank dazu Chambertin, Likörwein und Liköre. Alle Gerichte standen zur gleichen Zeit auf dem Tisch, auch hier nahm sich Napoleon, was gerade vor ihm stand. Somit passierte es ab und zu, dass er mit dem Nachtisch anfing. Sein Dîner dauerte in der Regel maximal eine Viertelstunde. Anschließend trank er Kaffee in einem separaten Salon.
Das kaiserliche Menü
Consommé de volailles (Geflügelbrühe)
Potage à la Reine (Königinsuppe), dazu als Wein Malvoisie
Mousse de perdreau aux truffes (Rebhuhn-Mousse mit Trüffeln)
Timbale de foie gras au Champagne (Stopfleber-Timbale an Champagne)
Huîtres vertes d’Ostende et de Bretagne (Grüne Austern aus Ostende und der Bretagne)
Saumon à la génoise en grosse pièce (Lachs Genueser Art am Stück), dazu Champagne
Grosse pièce de pré salé à la broche (Großes Stück "pré salé" am Spieß) Pré salé ist Lamm, dessen Fleisch einen salzigen Geschmack hat, weil die Tiere auf salzigen Wiesen weiden, die vom Meer überflutet werden; dazu Chambertin
Truffes au champagne (Champagner-Trüffel)
Fromages de Parmesan de Brie et de Gruyère, dazu Bordeaux
Riz à l’Impératrice (Reis-Gefrorenes mit Früchten nach Art der Kaiserin), dazu den Süßwein Frontignan
Soufflé à la vanille
Poire à la Condé (Birnen à la Condé, das heißt auf Reis serviert)
Gratin de citrons et d’oranges au caramel (Zitronen- und Orangengratin mit Caramel)
Vins de Toscane, de Bourgogne, de Bordeaux et de Champagne
Café de Moka et liqueurs (Mokka und Liköre)
Begleitprogramm zur Austellung
Während der Dauer der Ausstellung „Zu Tisch – À Table! Köstlichkeiten aus fürstlichen Küchen und Kellern“ gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Spezialführungen, Vorträgen, Degustationen und Menüs mit "kaiserlich-kulinarischen" Spezialitäten.
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung am 27. Mai, 29. Juli, 30. September, jeweils 18.30 Uhr
Märchenführung für Kinder und Erwachsene am 9. Mai, 3. Oktober, jeweils 14 Uhr
Vortragsreihe zur Ausstellung „Zu Tisch – À Table“, Themen und Termine:
29. April, 18.30 Uhr, Napoleonmuseum. Dominik Gügel: Gastlicher Arenenberg. Ein kulinarischer Spaziergang zwischen dem 15. und 21. Jahrhundert
10. Juni., 18.30 Uhr, Napoleonmuseum. Christina Egli: Amalie-Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen bittet zu Tisch – Der Fürstin in die Haushaltsbücher geschaut
26. August, 18.30 Uhr, Napoleonmuseum. Mary Schäfer: Eine Meersburger Sommelière plaudert aus dem Nähkästchen
Galadiner im Schloss Arenenberg
Einstimmung auf der Schlossterrasse mit einem Apéro auf das fünfgängige kaiserliche Galadiner in den Räumen des Schlosses. Der Abend wird musikalisch untermalt mit ergötzlichen Anekdoten aus napoleonischer Zeit. Preis p.P.: 275 SFr / 188 Euro, Reservierung erforderlich. Termin am 14.August, 18.30 Uhr
Schlemmerpaket: Kaiserliches 13-Gang-Dinner wie zu Napoleons Zeiten
Das Romantik Hotel Die Krone in Gottlieben bietet für 199 Franken / 133 Euro das kaiserliche Essen, das der Maître de Cuisine der holländischen Königin Hortense im Jahr 1805 für ihre Mutter Kaiserin Joséphine und Napoleon I. zusammengestellt hat. Die Speisen werden originalgetreu nach alten Rezepten gekocht. Der Event beginnt um 14 Uhr mit einer Führung durch das Napoleonmuseum Schloss Arenenberg, die im Preis inbegriffen ist. Zwischen den Gängen erzählen die Direktoren Christina Egli und Dominik Gügel Anekdoten aus der kulinarischen Welt der Bonapartes.
Termin am 26. September, 14 Uhr Führung durch die Ausstellung, 16 Uhr Menü. Anmeldung erforderlich
Noch mehr historisch-Kulinarisches …
Die heute bekannte Bodensee-Küche hat viele europäische Mütter und Väter. Die Ausstellung "Die Welt im Topf" im Konstanzer Rosgartenmuseum spürt den geheimen Wegen guter Küchen- und Kellertraditionen quer durch Europa an den Bodensee nach . Sie klärt auf, ob Spätzle schwäbisch und Knöpfle wirklich badisch sind, und warum der obstreiche Thurgau spaßhaft "Mostindien" genannt wird. Die Exponate reichen vom mittelalterlichen Bratspieß zum feinen Geschirr aus Barock und Biedermeier bis hin zu den Relikten aus großen Hotelpalästen des 19. Jahrhunderts.
Die Welt im Topf. Kulturgeschichte der Bodensee-Küche. Sonderausstellung des Rosgartenmuseums Konstanz im Kulturzentrum am Münster, 8. Juni – 31. Oktober 2010.
Begleitbuch: Tobias Engelsing, Die Welt im Topf. Kleine Kulturgeschichte der Küche am Bodensee, mit Rezepten, 208 Seiten, ca. 19,80 Euro
Rahmenprogramm:
Biographie-Dinner
Küchengeschichten vom Bodensee – was Adel, Abt und Bürgersleute speisten.
Eine vergnüglich anschauliche Reise durch die Kochtöpfe und Küchenkulturen der Bodenseeregion, veranschaulicht an berühmten und weniger berühmten Feinschmeckern. Von und mit Dr. Tobias Engelsing (Direktor der Städtischen Museen).
Biographie-Dinner am 27.05., 19 Uhr, Inselhotel Konstanz. 3-Gang-Menü inklusive Küchengeschichten, zuzüglich Getränke, 48.- € pro Person.
Zu Tisch – À Table! Köstlichkeiten aus fürstlichen Küchen und Kellern. Ausstellung im Napoleonmuseum Thurgau Schloss und Park Arenenberg, bis 10.10. Weitere Infos: Tel. +41 (0)71 663 32 60, napoleonmuseum@tg.ch, www.napoleonmuseum.tg.ch, www.napoleonpark.ch
Öffnungszeiten während der Ausstellung: Mo. 13-17 Uhr, Di.-So. 10-17 Uhr, Kassenschluss 16.30 Uhr
Text: Sabine Petersohn, Anja Böhme


