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Gerüchteküche Juli 2009

Reise- und Gourmetführer – ganz speziell.

Nein, dieses Buch ist nicht nur etwas für Touristen, die den Bodensee mehr als oberflächlich kennenlernen möchten. Vielmehr finden hier auch Einheimische gute Tipps – und ebenso interessante wie unterhaltsame Hintergrundinformationen dazu. Erich Schütz, Journalist und Autor aus Überlingen, behauptet: Den Bodensee kenne erst, wer die in seinem Buch beschriebenen 66 Orte kennen gelernt habe. Und eine Ahnung von der vielfältigen Bodensee-Küche erhalte man obendrein nur, wenn man bei den elf vorgestellten Köchen eingekehrt sei. Erich Schütz war als Programmchef des Regionalsenders „see tv“ selbst jahrelang um den Bodensee unterwegs, auch als SWR-Autor der Fernsehreihe „Fahr mal hin“ lernte er Land und Leute kennen. Das ist die Stärke dieses Tippgebers: Schütz hat Orte besucht, die viele Seeanwohner noch nie gesehen haben. Er fährt mit der Zahnradbahn von Rheineck nach Walzenhausen hoch, treibt sich in Bodman im Garten des Bildhauers Peter Lenk herum oder er sucht unter der Slipanlage des Württembergischen Yachtclubs, in Friedrichshafen-Seemoos, nach den Spuren von Claude Dornier. Schöne Bilder von Martina Scholz komplettieren das Ganze, und wenn man das Buch so in Händen hält und darin herumblättert, möchte man eigentlich nichts lieber als eben dies: Offenen Auges um den See reisen, Kultur, Landschaft und Speisen genießen und sich in Insider-Gespräche verwickeln lassen. Für Eilige, die keine Zeit haben für den Streifzug durch die 66 empfohlenen Orte, hat Schütz eine Kurzversion parat: 10 Top-Tipps, die auf die Schnelle einen Eindruck von Geschichte und Leben in der Bodenseeregion vermitteln. Aber die müssen es dann schon sein …

Erich Schütz: "66 Bodensee-Orte und 11 Bodensee-Köche, die Sie besucht haben müssen!", 191 Seiten, 82 Abbildungen, Gmeiner-Verlag, Mai 2009, 14,90 Euro

Text: Claudia Antes-Barisch

Unterschriften gesucht.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA wirbt weiter um Unterschriften für die „Pro 7 Prozent-Kampagne“. Nach Angaben des Bundesverbandes gibt es bisher 22.000 Befürworter der reduzierten Mehrwertsteuer.

Die Stimmabgabe ist unter www.prosiebenprozent.de möglich. www.dehoga.de

Text: Claudia Antes-Barisch

(D-Radolfzell) Goldener Engel – ganz neu.

Das altehrwürdige Lokal an der Ecke Poststraße – Kaufhausstraße, in dem lange Zeit ein Grieche residierte, wurde von der Familie Bucan völlig umgestaltet und erhielt seinen alten Namen zurück: „Goldener Engel“. Viel dunkles Holz gibt es hier, einen Whisky-Loungebereich mit einem Herz für Zigarrenfreunde und der Gewölbekeller wurde auch gleich neu belebt. Ruhepausen gönnt sich der „Engel“ kaum: Bereits ab 8.30 Uhr lockt das Frühstücksbüffet, es folgt der Mittagstisch – täglich wechselnd -, danach Kaffee und Kuchen und abends Speisen à la carte. Hauptthema ist die deutsche bürgerliche Küche. Für Feierlichkeiten bieten sich Nebenräume und der Keller an. Die Öffnungszeiten sind täglich von 8.30 bis 24 Uhr. Kein Ruhetag.

Goldener Engel, Poststraße 5, 78315 Radolfzell, Tel. +49 (07732) 8233455

Text: Claudia Antes-Barisch

(CH – Bischofszell) Frederick's im Le Lion.

Frederick Bietenholz, Hotelier des Le Lion mitten in Bischofszell, fast vor dem Tor zur Altstadt, steht mit seinem Namen voll hinter dem Erfolgskonzept seines im Hotel befindlichen Restaurants: Die zuvor von einer Genossenschaft betriebene Lokalität heißt nämlich neuerdings „Frederick’s“. Bietenholz, der damit auch die Geschäftsführung des Lokals übernommen hat, möchte in einem einladend gestalteten Gastraum vor allem eines: Qualität anbieten – in Service und Küche, bei Mittagsmenü und den à la carte-Gerichten. Liebhaber der klassisch-schweizerischen Küche werden hier ebenso zufriedengestellt wie Freunde raffinierter Speisen aus aller Welt. Das an sieben Tagen geöffnete „Frederick’s“ ist konsequenterweise rauchfrei.

Frederick's, Hotel Le Lion, Grubplatz 2, 9220 Bischofszell, Tel. +41 (0) 71 424 60 00, , www.hotel-lelion.ch

Text: Claudia Antes-Barisch

(D-Baden-Württemberg) Regional ist „in“ – Gault Millau ernennt Genussbotschafter.

Erstmalig gibt es jetzt eine regionale Ausgabe des deutschen Gault Millau, und zwar – wie könnte es anders sein – für das Genießerländle Baden-Württemberg. In dem Band würdigen Kritiker und Redaktion die hervorragenden Leistungen von Küchenchefs, Winzern und regionalen Erzeugern. Er vereint die Empfehlungen des Gourmetführers Gault Millau Deutschland und des Gault Millau WeinGuide Deutschland und bringt zahlreiche Tipps für Genusstouren durchs Ländle, denn neben den bekannten Restaurantkritiken hat der Führer einen ausgesprochen praktischen Nutzwert: Er hält Kartenmaterial und ausgefeilte Tourenvorschläge für radelnde, wandernde und Auto fahrende Gourmets bereit. Und es wird diesmal nicht nur die Arbeit der Spitzenköche beleuchtet, sondern auch die von Küchenchefs regionaltypischer „Wirtschaften“ und Erzeugern herausragender Lebens- und Genussmittel. Zehn von ihnen wurden als Genussbotschafter des Gault Millau Baden-Württemberg geehrt. Sie zeichnen sich vor allem durch Begeisterung und Leidenschaft für das regionale Produkt und die besondere Spezialität aus. Zu den übers ganze Land verstreuten Genussbotschaftern gehört auch Johann Kraxner vom Papageno in Konstanz.

Gault Millau Baden-Württemberg – Der Reiseführer für Genießer, 420 S., 19,95 Euro

Text: Claudia Antes-Barisch

(D – Daugendorf) Kochen wie die Finnen

Bereits seit einem Jahr bietet was Wohnerlebnis Bleicher in Daugendorf Kochevents im eigenen Küchen-Ausstellungsbereich an. Unter professioneller Anleitung von Koch Markus Schmid (Metzgerei List in Riedlingen) heißt es dort am 08.Juli ab 19 Uhr: Finnische Sommerküche! Schmid, selbst halber Finne, ist für das Motto wie geschaffen. "Im Sommer verbringen die meisten Finnen den Alltag in ihren Sommerhäusern, die weit ab von Städten und Zivilisation in freier Natur stehen. Man ist der Natur sehr verbunden und achtet streng auf Sauberkeit in der Umwelt. Alles was aus dem eigenen Garten, Wald oder aus See und Meer kommt, wird zum Kochen verwendet. In Finnland sind Lebensmittel wesentlich teurer als bei uns – deshalb verwendet man häufig einfache Zutaten für leckere Gerichte", so der Koch. Bei dem Event kocht er gemeinsam mit ca. 12 Gästen vier Gänge. Jeder darf Hand anlegen und den anderen zuschauen, bevor das Ergebnis gemeinsam in geselliger Runde verzehrt wird. Ein tolles Erlebnis! Im Preis von 35 Euro pro Person ist dabei alles enthalten – vom Kochkurs übers Essen bis hin zu den Getränken. Das Menu am 08.07. lässt einem das Wasser im Munde zusammen laufen: Finnische Sommersuppe, Salat verfeinert mit Dill und Liebstöckel, dazu gebratener Lachs bzw. Flammlachs, Rentierkeule auf Pfifferlingen mit Salzkartoffeln und Preiselbeeren und als Abschluss Pfannkuchen mit Erdbeeren und Vanilleeis. Wer mitmachen möchte, sollte sich Anfang Juli telefonisch anmelden!

Weitere Infos: Bleicher Wohnerlebnis Postweg 8 88499 Riedlingen-Daugendorf Tel.: +49 (07371) 80 66 www.bleicher-wohnerlebnis.de

Text: K.A

(D – Bad Schussenried) Brauereischild gegen Bierkrug

Am 25. Juli findet in der klassischen Kulisse des SCHUSSENRIEDER Brauereihofs die internationale Sommertauschbörse der Fördergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern (FvB) statt. Dabei treffen Sammler und Fans von Brauerei-Werbeartikeln aus ganz Deutschland zusammen. In unmittelbarer Umgebung von Deutschlands 1. Bierkrugmuseum wechseln dabei nicht nur Bierkrüge, -gläser oder -deckel ihre Besitzer, hier werden auch Freundschaften aufgebaut und gepflegt. Wer erfolgreich neue Objekte ergattern konnte, kann sich im SCHUSSENRIEDER Bierkrugmuseum neue Anregungen holen oder sich im Biergarten bei schwäbischen Köstlichkeiten und einem kühlen Bier erholen. Die Fördergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern (FvB) wurde 1996 gegründet. Sinn und Zweck des Vereins ist es, das Sammeln von Brauerei-Werbemitteln aller Art zu fördern. Beliebte Sammlerobjekte sind dabei vor allem Bierdeckel, Etiketten, Krüge, Gläser, Kartenspiele, Dosen, Flaschenöffner und Brauereischilder. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Veranstaltung von Tauschbörsen, die Herausgabe des Fachblattes „Bierdeckel-Magazin“, Vermittlung von Tauschkontakten, Beschaffung von Neuheiten, Übernahme von Patenschaften und der Pflege, Förderung und Unterstützung von Brauerei-Verzeichnissen. Der Verein setzt sich aus über 1.600 Mitgliedern aus 35 Ländern zusammen. Na dann: gut tausch!

Weitere Infos unter www.schussenrieder.de

Text: K.A

(D-Kressbronn/Betznau) Jetzt wird’s mediterran

Im ehemaligen Gasthaus Sonne sorgen die neuen Pächter Serap Topcu-Carlucci und Roland Baumann mit dem Ristorante "La Casa" für neuen Schwung, südliches Flair und mediterrane Köstlichkeiten. Besonders begeistert hat das dynamische Duo von Anfang an die große Terrasse mit rund 100 Sitzplätzen, mit der die beiden noch einiges vorhaben: Den Sommer über sollen hier Grillpartys, im Winter Aprés-Ski gefeiert werden. Auch Live-Auftritte und andre Events sind geplant. Während sich Roland Baumann um das Organisatorische kümmert, gibt Serap Topcu-Carlucci in der Küche den Ton an. Zu ihren Spezialitäten gehören feine Fleisch- und Fischgerichte vom Grill, wie die "Dorade royal mit Limettenkartoffeln" oder das "Lachsfilet in Nussbutter mit Safran Tagliatelle". Aktuelle Tagesempfehlungen und wechselnde Mittagsmenüs ergänzen die umfangreiche, mediterrane Speisekarte. Nachmittags werden hausgemachte Kuchen und Kaffeespezialitäten serviert. Wer eine Tagestour mit dem Fahrrad oder zu Fuß ins Kressbronner Hinterland unternimmt, kann das also optimal mit einer Kaffeepause im „La Casa“ verbinden. Für Übernachtungsmöglichkeiten sorgen vier gemütlich eingerichtete Gästezimmer mit elf Betten. Die beiden Nebenzimmer des Gasthauses, stehen auch für Feierlichkeiten und Veranstaltungen aller Art zur Verfügung.

Weitere Infos: Ristorante „La Casa“, Kapellenstr. 26, 88079 Kressbronn Tel.: +49 (07543) 302 82 19, www.pizzeria-lacasa

Text: k.A

(D-Friedrichshafen) Neue Adresse – gewohnte Qualität.

Gute Nachrichten für alle Feinschmecker und Liebhaber mediterraner Köstlichkeiten: Das Spezialitätengeschäft die „Italienische Ecke“, hat nicht für immer geschlossen – es ist nur umgezogen! In den neuen Räumlichkeiten, in der Moltkestraße 1 (in der Nähe des Kinocenters Friedrichshafen), verwöhnt Inhaber Luigi Opromolla seine Kunden ab 27. Juni wieder in gewohnt herzlicher Marnier mit feinsten Leckerbissen aus seinem Mutterland Italien. Von Schinken aus Parma über luftgetrocknete Salami, italienische Käsesorten und feinstes Olivenöl bis hin zu Weinen aus allen Ecken Italiens bleibt auch am neuen Standort kein Wunsch offen. Am besten Sie schauen rein und überzeugen sich selbst!

Weitere Infos: Italienische Ecke, Moltkestr. 1, 88046 Friedrichshafen

Text: k.A

(CH – Kreuzlingen) Neues Hotel am Hafen ist fertiggestellt.

Das Hotel Kreuzlingen am Hafen wurde jetzt nach einjähriger Bauzeit seiner Bestimmung übergeben. Der schnörkellose 7,5 Millionen Franken-Neubau am See verfügt über vier Stockwerke und 45 Zimmer, darunter zwei Suiten, mit privater Dachterrasse. Die große Dachterrasse mit wunderbarem Rundumblick ist aber auch attraktiv für die anderen Hotelgäste. Die Zimmer sind funktional-elegant und lichtdurchflutet. Das "Drei-Sterne-Hotel mit Vier-Sterne-Komfort" wurde als Hotel & Breakfast konzipiert, hungrige Gäste finden dennoch zu jeder Tageszeit im stilvoll eingerichteten Vanillaroom eine Kleinigkeit zum Essen. Auch wegen des modern eingerichteten Tagungsraums dürfte das Hotel für Geschäftsreisende von Interesse sein.

Hotel Kreuzlingen, Seestrasse 50, CH-8280 Kreuzlingen, Tel. +41 (0) 71 677 88 99, www.hotel-kreuzlingen.ch

Text: Claudia Antes-Barisch

(D – Bad Saulgau) Aus dem Dornröschenschlaf erwacht.

Lange Jahre schlummerte es ungenutzt vor sich hin, aber jetzt ist das Traditionshaus Kleber Post zu neuem Leben erwacht. Nach Abriss des historischen Altbaus, umfangreichem Neubau und Renovierung der bestehenden Gebäude eröffnet das Hotel-Restaurant am 12. Juli seine Pforten. Das Genießer-Restaurant Vinum, eine Lounge, eine Weinbar, 49 Zimmer, ein Spa-Bereich auf dem Dach, zwei Veranstaltungsräume und die Gartenterrasse laden zum Aufenthalt an der Oberschwäbischen Barockstraße zwischen Ulm und Bodensee ein. Die Geschichte der Kleber Post ist lang. Die frühere Wirtschaft "Beim Engel" war lange Poststation (zuerst Thurn und Taxis, dann Königlich württembergische Post, entwickelte sich über die Jahrhunderte hin zum Feinschmeckerlokal und Traditionshotel. Von 1660 bis 2001 befand sich das Haus in Privatbesitz, davon die letzten 188 Jahre im Besitz der Familie Kleber. In all den Jahren kehrten hier prominente Gäste ein, darunter der Schriftsteller Ernst Jünger, verschiedene Mitglieder der Literaten-Gruppe 47, François Mitterrand und Helmut Kohl. Als die Familie Kleber 2001 aufgab, übernahm die Stadt das Gebäude und betrieb es als Hotel garni. Viele Interessenten scheiterten an einer Übernahme, bis im Jahr 2008 das ortsansässige Bauunternehmen Reisch den Zuschlag für den Erwerb und die Renovierung erhielt. Als Betreiber konnten Christine und Egon-Michael Durach gewonnen werden, die seit 15 Jahren sehr erfolgreich das Restaurant Vinum mit dem Kochstudio Living-Loft im Herzen von Bad Saulgau führen. Am Rande: Egon-Michael Durach war unter anderem Küchenchef in der südwestfranzösischen Sommerresidenz von François Mitterrand. Von nun an wird er mit seiner Interpretation von schwäbischen Traditionsgerichten und moderner Avantgarde-Küche neue Akzente in der Kleber Post setzen.

Kleber Post, Poststraße 1, 88348 Bad Saulgau, Tel. +49 (07581) 501 0, , www.kleberpost.de

Text: Claudia Antes-Barisch

(CH-Lömmenschwil) 51 Gault Millau-Punkte an den Töpfen.

Die 1. Kitchen Party in der Neuen Blumenau war erwartungsgemäß ein großer Erfolg: Über hundert Feinschmecker ließen es sich nicht nehmen, 51 Gault Millau-Punkte in Hochform zu erleben, denn die drei Spitzenköche Vreni Giger (Jägerhof St. Gallen), Ruedi Brander (Wirtschaft St. Pelagius St. Pelagiberg) und Thuri Maag (Neue Blumenau Lömmenschwil), alle mit jeweils 17 Punkten ausgezeichnet, hatten sich für die 1. Kitchen Party eine Menge sommerlicher Köstlichkeiten ausgedacht. Sowohl im Restaurant, als auch auf der Terrasse und im Garten war aufgedeckt und zwischen den einzelnen Gerichten lockte ein Spaziergang in den Kräutergarten oder ein Besuch in der Küche, wo die Köche nur zu gerne Auskunft über die Geheimnisse ihrer Kochkunst gaben und sich über die Schulter schauen ließen. Kein Wunder also, dass das „Mittagessen“ leicht bis in den frühen Abend hinein dauerte. Eine Fortsetzung im kommenden Jahr ist geplant.

www.neueblumenau.ch, www.jaegerhof.ch, www.pelagius.ch

Text: Claudia Antes-Barisch

(D – Konstanz) Kulinarischer Italien-Kurzurlaub.

Einem – zumindest kulinarischen – Ausflug nach Süditalien gleich sein soll der Besuch des neuen Restaurants „La Cucina“ im Stadtvierte Stadelhofen. Das Lokal hat eine wechselhafte Vorgeschichte: Ab Mitte der 70er Jahre war es unter dem Namen " 's beese Miggle" als erste "Alternativkneipe" ein wichtiges Zentrum der studentischen und linksalternativen Szene, später gab es hier unter verschiedenen Namen türkische Küche: Zum Nessie, Aspendos, Harmonie. Unter dem Motto „süditalienische Küche für Feinschmecker zu moderaten Preisen“ bietet jetzt die Familie Parascandolosaisonal wechselnde Gerichte mit tagesfrischer Ware. Das funktioniert natürlich nur mit einer relativ kleinen Klarte. Die Speisen sind typisch süditalienisch zusammengestellt: Viel mediterranes Gemüse, selbstgemachte Pizza, frisch gekochte Pasta und dazu ein freundlich-familiäres Team, das mit Rat und Tat zur Seite steht. Es gibt eine Mittagskarte, bzw. ein Mittagsbuffet nach der Regel „10 für 9“, d.h. die Gäste können von 10 verschiedenen Speisen essen, so viel sie mögen, und bezahlen dafür 9 Euro. Familien mit Kindern sind ausdrücklich willkommen.

La Cucina, Zogelmannstr. 5, 78462 Konstanz, Tel. +49 (07531) 23385; geöffnet Dienstag bis Sonntag 11.30 Uhr bis 14 Uhr und 17.30 Uhr bis 23 Uhr

Text: Claudia Antes-Barisch

(D-Konstanz) Dieter Gießen poliert sein Latinos auf.

Schöner, harmonischer und mit einigen neuen Details präsentiert sich das neue Latinos. "Es wurde mal wieder Zeit", befand Dieter Gießen. Und pünktlich zur Touristensaison am See ermöglicht er wieder eine authentische Reise nach Mexico. Die Terrasse an der Piazza ist nach wie vor eine der beliebtesten der Innenstadt. Die unkomplizierte Mischung aus Texmex-Essen, wechselnden Tagesgerichten, sowie Drinks und Cocktails kommt nach wie vor an.

LATINOS Restaurant Bar, Am Fischmarkt, D-78462 Konstanz, Tel.049 7531 17 399

Text: Markus Hotz

(CH – St.Gallen) Radisson wird Blu.

Eigentlich nichts weiter als seine Namensänderung, aber doch ein wichtiger Schritt: Das Radisson SAS Hotel, St. Gallen, heißt ab sofort Radisson Blu Hotel, St. Gallen. In dieser Änderung manifestiert sich die Ablösung der Hotelgruppe von der skandinavischen Fluggesellschaft SAS, die durch den Börsengang von Rezidor, der Muttergesellschaft von Radisson SAS, notwendig geworden war. "Keine Sorge, es ändert sich außer dem neuen Namenszusatz nichts – Radisson bleibt Radisson", erklärt Dany Lützel, Resident Manager des Radisson Blu. "Die Namensänderung bedeutet keine radikale Revolution, sondern eher eine Evolution, eine Weiterentwicklung unserer Marke.“ Und warum Blu? ”Blu ist kurz, eingängig und ähnelt in vielen Sprachen dem Wort blau, laut Studien die beliebteste Farbe weltweit”, fügt Lützel hinzu. Radisson SAS entstand 1994, als sich SAS International Hotels (SIH) mit der amerikanischen Marke Radisson zusammenschloss und diese in Europa, im Nahen Osten und in Afrika etablierte.

Radisson Blu Hotel, St.-Jakob-Strasse 55, CH-9000 St. Gallen, Tel. +41 (0) 71 242 12 12,

Text: Claudia Antes-Barisch

(D-Konstanz) 40 Jahre Salzbüchsle, 5 Jahre schon mit Peggy und Manu – feiern ist angesagt!

"Wohlfühlen, zuhause sein" lautet das Credo von Peggy und Manu, wenn sie über das Salzbüchsle sprechen. Ein Bierchen nach Feierabend, ein Wein mit Freunden, Cocktails und Longdrinks vor dem Nachtleben und die "beste Caipirinha der Stadt" – das ist das Konzept, übrigens gleichermassen für "Alt und Jung". Dazu kleine, feine Speisen und ein unglaublich persönlicher Service. Das ist das Einmalige. Einmalig war das Salzbüchsle bereits als es eröffnete. Die heutige Vermieterin – die Konstanzer Filmemacherin Ulrike Oettinger – hat damals mit Freunden im kleinen Provinzstädtchen für Skandale gesorgt. Ein kleines, schräges Kino, Kunst und Musik waren damals revolutionär im ohnehin revolutionären Jahr 69. Künstler und Intelektuelle bevölkerten die Kneipe damals: schwarze Rollkragenpullis, Vollbärte, Che-Attitüden, politische Diskussionen im Rauchgeschwängerten Jazzambiente. Rauch der nicht selten von der Inhaberin und ihren Freundinnen kam, die skandalumwittert Zigarreziehend am Tresen standen. Heute finden sich die Raucher gemütlich im kleinen Hinterhof und alte Filmplakate erinnern an wilde Zeiten. Peggy und Manu haben die Institution fortgeführt, ihre Persönlichkeit eingebracht und das ist vielleicht das Geheimnis des Salzbüchsles: wer auch immer die Leitung hatte, Oettinger, Rosi, Peggy und Manu – immer war das Salzbüchsle Spiegel der Zeit und der Macher und damit auch immer die individuelle Prise Salz in der oft etwas eintönigen Suppe.

Zum Salzbüchsle, Salmannsweilergasse 26, D-78462 KonstanzTel.: +49 (07531) 368 582. www.salzbuechsle.de

Text: Markus Hotz

(CH-Altnau) Ein Sternekoch nur für sich – das ist die neue Idee vom kreativen Spitzenkoch Urs Wilhelm.

"Letztes Jahr wurde ich sozusagen Rentner", lacht Urs Wilhelm. Doch ans aufhören denkt er nicht, "eher ans besser werden". Und das obschon er seit 15 Jahren in Folge einen Michelinstern hat, doch alles macht er nicht mehr: "Ich muß nicht mehr alles mitnehmen, jeden Schnickschnack mitmachen", befindet er. Lieber will ich meine Gäste mehr und mehr persönlich begrüßen und mit meiner Frau auch persönlich betreuen. Das geht aber nicht, wenn ich im normalen Restaurantbetrieb stecke, in dem oft alle auf einmal kommen". Dann steht Wilhelm in der Küche und kann kaum raus. "Doch ich will ja grade individuell auf die Gäste eingehen können", ein Dilemma. Daher hat Wilhelm die Vision, daß "Interessierte einfach anrufen und sich ihren persönlichen Termin geben lassen" und dann bin ich für sie da. Er vergleicht dies etwa mit dem Frisör, "dann bin ich der Couturieur Ihrer Gelüste und schneide alles exakt auf Sie zu und garantiert auch alles aus Meisterhand". Wilhelm legt Wert darauf, daß bei ihm ohnehin jeder Tisch nur einmal vergeben wird und seine Karte trotz allem reichhaltig ist und die Klassiker versammelt, "aber manchmal will man auch etwas besonders Gutes, ist auf der Suche nach einem Geschmack aus der Kindheit und dann bin ich gefordert – und das macht Spaß!"

Urs Wilhelm's Restaurant – Kaffeegasse 1 – CH-8595 Altnau am Bodensee Tel. +41 (0)71 695 18 47, www.urswilhelm.ch

Text: Markus Hotz

(D-Linzgau) Marathon-Wanderung mit Genussfaktor.

„Das schafft jeder, der vier Stunden am Stück wandern kann und gesund ist“, lacht Markus Keller zuversichtlich, wobei er sofort nachschiebt: „Man kommt dabei schon an die Grenzen.“ Der Koch aus Überlingen-Lippertsreute schnürt, wann immer er Zeit hat, seine Wanderschuhe und wandert durch den Linzgau. Dabei kam ihm eine ganz besondere Idee: Die 24-Stunden-Linzgau-Wanderung. Am 3. August dieses Jahres will er mit einer Gruppe von bis zu 50 Wander- und Genussfreunden starten. Insgesamt werden es ca. 80 Kilometer sein, die mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von vier Kilometern die Stunde bewältigt werden sollen. Die reine Gehzeit werden 20 Stunden sein, Pausen vier Stunden. Die Pausen sind zur genussvollen Stärkung da: Die Wanderung führt nämlich von Linzgau-Koch zu Linzgau-Koch und bietet somit zusätzlich eine ganz besondere Linzgau-Genuss-Tour. Gestartet wird am Abend um 18 Uhr in Überlingen-Lippertsreute. Über Meersburg, Immenstaad, Markdorf, Limpach, Heiligenberg und Altheim geht es 24 Stunden später zurück an den Ausgangspunkt. Viel essen, viel laufen. Das wird ebenso anstrengend wie schöön aufregend.

Anmeldungsformulare gibt es im Büro des Bodensee-Linzgau-Tourismus, Salem, Tel. +49 (07553) 917715 oder unter www.diereredaktion.net. Der Betrag für Getränke und Verpflegung inklusive beträgt 95 Euro.

Text: Claudia Antes-Barisch

(D-Ravensburg) Mariataler Werksverkauf eröffnet.

Die Metzgerei Walser und Schwaderer bietet neuerdings zusammen mit der Molkerei Omira einen Werksverkauf an: Auf fast 300 Quadratmetern gibt es zum einen Fleisch- und Wurstspezialitäten – auch in Bio-Qualität -, aber auch Milchprodukte zu durchweg interessanten Preisen. Im umfangreichen Sortiment landen beispielsweise Landjäger, die ein wenig zu dunkel geräuchert wurden, oder Schnäppchen aus Molkerei-Überproduktionen. Ergänzt wird der Werksverkauf durch eine Backwarenabteilung der Bäckerei Ulmer aus Friedrichshafen, der frische Backwaren, Kuchen und Snacks anbietet. Und wer beim Einkaufen Hunger bekommt, kann wählen zwischen einer Salatbar, einer großen heißen Theke und einem frisch gekochten Mittagessen.

Walser + Schwaderer GmbH, Mariataler Str. 26, 88214 Ravensburg, Tel. +49 (0751)7603-30

Text: Claudia Antes-Barisch