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Gastro-Test April 2009

Gasthaus Felsen

Gasthaus Felsen

(D-Zwiefalten-Baach) Rehrückenfilet, Aachforellen oder schwäbische Gerichte: im „Gasthaus Felsen“ gibt es das, was man sich unter guter bürgerlicher Küche vorstellt. Das hat sich hier am Rande der Schwäbischen Alb anscheinend herumgesprochen, denn bei unserem Besuch ist die Gaststube voll.

Die Räumlichkeiten sind einfach, aber gemütlich und freundlich dekoriert. Im Sommer wird auch auf der Terrasse bewirtet, von der man auf die Wiesen im Tal und auf die schroffen Felsen rund um Zweifalten blickt. Die Auswahl an Speisen ist groß. Die Produkte dafür kommen nach Auskunft des freundlichen Wirts und Chefkochs Anton Ege so weit es geht aus der Region: Die Kräuter und Gewürze aus dem Garten, das Wild aus dem heimischen Wald, der Fisch aus der nahe gelegenen Aach, die Kartoffeln von einem Demeterhof, das Lammfleisch von einem Schäfer aus Münsingen und die Champignons von einem Zuchtbetrieb aus Hayingen-Ehestetten. Wir entscheiden uns für die Schweinelendchen und das Hirschragout. Die Lendchen sind ausgezeichnet: schön zart und gekonnt zubereitet. Serviert werden sie mit – etwas reichlich – Sauce Hollandaise und den bereits erwähnten Champignons. Als Beilage werden Brokkoliröschen und Kroketten mit separater – ebenfalls etwas reichlicher – Sauce geliefert, sowie eine etwas verloren wirkende Physallis. Alles in allem dennoch besonders dank der hervorragenden Lendchen ein sehr ordentliches Gericht. Ebenfalls empfehlenswert ist das Hirsch-Ragout mit Preiselbeeren, das auch garantiert satt macht, weil es nicht nur eine großzügige Portion Spätzle dazu gibt, sondern auch mehr als genug Fleisch. Das Fleisch ist zart, die Sauce nach klassischem Rezept ist schmackhaft. Auch an die Kleinen ist gedacht. Sie können zum Beispiel Wienerschnitzel bestellen, das klassisch knusprig angebraten ist und mit viel Pommes und Salat serviert wird. Nicht gefallen hat uns, dass das Schnitzel in dunkler Sauce liegt. Dennoch hat es dem uns begleitenden Nachwuchs durchaus geschmeckt.
Fazit: Das „Gasthaus Felsen“ ist ein kleiner, bodenständiger Familienbetrieb, mit solider Küche und gutem Preis-Leistungsverhältnis. Bei den Saucen sollte etwas zurückhaltender portioniert werden.

Gasthaus Felsen
Riedlingerstrasse 6, D-88529 Zwiefalten-Baach
Tel.: +49 (07373) 344, www.gasthaus-felsen.de
Öffnungszeiten: Di-So: 11.30-14 und 17-21 Uhr
Montag Ruhetag
Hauptgerichte: Wild-, Fisch und Fleischgerichte ab 9 Euro

Text: Daniela Brüggemann

Ristorante La Taverna

Ristorante La Taverna

(CH – Kreuzlingen) Im Raum Konstanz-Kreuzlingen ist La Taverna den Liebhabern von guter Pizza und Pasta schon lange ein Begriff. Früher eine heimelige Trattoria, präsentiert sich nun das Ristorante mit einem noblen Ambiente in neuen Räumlichkeiten, gerade 150 Meter vom alten Standort entfernt, in einer Seitenstraße im Stadtzentrum. Zwischen Weiß und Schwarz als Grundfarben der Ausstattung kommen im dezenten Licht alle Spielarten von warmem Grau auf den Kunstwerken an den Wänden zur Geltung.

Ein echter Pizzaholzofen und eine großzügige Bar fallen sofort beim Betreten der hellen freundlichen Räume auf. Auch der Service kann kaum zuvorkommender und gutgelaunter als an diesem Abend sein. Wir bekommen einen schönen Tisch, studieren die Karte und bestellen zum Einstieg eine Quattro-Stagioni-Pizza, die zügig auf den Tisch kommt. Der Teig ist knusprig-dünn und mit feinsten Artischocken, Oliven, Champignons und Schinken belegt. Die Qualität des hochwertigen Mozzarella-Käse und der sonnengereiften Tomaten kann man heraus schmecken, obwohl sie den Eigengeschmack der restlichen Zutaten nicht dominieren – die Pizza ist wirklich ein Genuss! Dazu empfiehlt uns der freundliche Ober einen Rotwein mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis aus der Maremma (südliches Toskana), einen Le Sughere di Frassinello, von dem wir begeistert sind. Er ist ein idealer Pizzawein und gleichzeitig komplex, fruchtig und vielschichtig. Auf echte mediterrane Köstlichkeiten eingestimmt, probieren wir noch die frische Pasta des Hauses. Die Agnolotti di Manzo (Teigtäschchen mit Rindfleisch) überzeugen durch die schmackhafte Fleischfüllung, die Steinpilze in der Sauce gefallen uns gut, den Teig hätten wir uns jedoch dünner und geschmeidiger gewünscht. Auch die Gnocchi zeugen von solidem Handwerk, in die angekündigte Rosa-Sauce mit Peperoncino, von dem kaum etwas zu merken ist, ist allerdings zu viel gute Schweizer Sahne hinein geraten. Die Scaloppine al Marsala (Kalbsschnitzelchen in Marsalasauce) sind von sehr guter Qualität, sehr zart und gut gebraten, die Sauce hätte etwas mehr Säure vertragen, und anstelle vom Mischgemüse (u.a. Blumenkohl und Broccoli) wären vielleicht ein paar in Marsala gedünstete Karotten oder eine größere Menge vom feinen Spinat nach mediterraner Art die würdigere Begleitung gewesen. Zum Dessert gibt es die Klassiker Tiramisu und Panna Cotta, außerdem „Kaffeeschaum nach Großvaters Art“, die Spezialität des Hauses. Ein offener Moscato di Pantelleria und ein vom Chef empfohlener Grappa di Primitivo, der keinen Vergleich mit den Grappe von Poli, Nonnino, Berta und Co. scheuen muss, runden den guten Eindruck von diesem sehr empfehlenswerten Haus ab. Zum Schluss noch eine angenehme Überraschung: An diesem Abend werden alle Gäste mit einem von der Chefin gemachten Crema di Limoncello an der Bar verabschiedet, der selbst schon einen Abstecher ins La Taverna wert ist.
Fazit: Gediegene und gleichzeitig legere Atmosphäre, charmant-aufmerksamer Service, tolle Weine (z. B. Terre Brune und Duca Enrico) und eine der besten Pizze in der Region.

Ristorante La Taverna, Im grünen Hof 8, CH-8280 Kreuzlingen, Tel. 071 672 22 52, Fax 071 672 71 10
, www.lataverna.ch
geöffnet Mo.-Fr. 11-14 Uhr, 18-24 Uhr, Sa. 18-24 Uhr, Ruhetag So.
Hauptgerichte 19-49 SFr, Mittagsmenü 17,50-25,50 SFr

Text: Gert Höcherl

Restaurant Schloss Schwandegg

Restaurant Schloss Schwandegg

(CH – Waltalingen) Das malerische Schloss Schwandegg liegt auf einem 30 Meter hohen Hügel am Rand von Waltalingen, im Zürcher Weinland, etwa 10 Kilometer südwestlich von Stein am Rhein. Vom Dorf her zieht das alte Ritterschloss aus dem 13. Jahrhundert schon die Blicke auf sich.

Oben erwartet uns ein liebevoll renoviertes Kleinod, das urschweizerische Küche bietet, und zwar quer durch die Schweizer Alpen-Regionen. Das Haus grüßt schweizerisch-ritterlich mit Hobelkäse, exzellentem Dunkelbrot und Butter. Als Entree bestelle ich einfach einen knackigen Salat, der angenehm variantenreich daherkommt und mich in freudige Erwartung auf die von uns Deutschen gerne bewunderte Schweizer Qualität stimmt. Der dann bestellte „Tessiner Fleischvogel“ (Rindsroulade) betört mit zartem Fleisch und dezenter Safrannote. Das Risotto ist wie es sein sollte und hat sich seinen Namen verdient. Begleitet wird der „irreführende“ Vogel von mandelgekröntem Broccoli, an dem nichts zu meckern ist. Keine Überraschungen, aber bodenständige Küche auf Schweizer Niveau. Das „Felchen Luzerner Art“ ist leider etwas dunkel geraten und wird vom gewürfelten Tomatenjus auch geschmacklich zugedeckt. Die beigelegten Kartoffelhälften sind dafür à point gegart und aromatisch. Der Pinot Gris vom örtlichen Rebberg überrascht durch seine Frische und Fruchtigkeit, ein guter Tipp des freundlichen Serviceteams. Kinder sind hier übrigens König und werden mit elternnerven-schonendem „SchniPoSa“ und viel Spielzeug verzückt. Doch dann kommt unser absolutes Highlight: Das Dessert-Potpourri lässt keine Wünsche offen. Ein himmlisches Mousse au Chocolat kitzelt unsere Gaumen, unsere Zungen werden jedoch noch viel mehr gekitzelt dank des Schoko-Knister-Toppings auf dem deliziösen Tiramisu. Auch die Augen essen mit, und so wird das hausgemachte Himbeereis im Löffelchen serviert und der hausgemachte Eierlikör zum Darübergießen im Gläschen. Der Flan als vierter Teil des Dessert-Quartetts war dagegen nicht so erwähnenswert. Was dagegen einen Hinweis wert ist: Das Schloss ist auch für ritterliche Feste und Hochzeiten geeignet, außerdem bietet es Übernachtungszimmer – von preiswerten Mehrbettzimmern bis zur historischen Kemenate, dem „Gessnerzimmer“ (benannt nach dem Idyllendichter Salomon Gessner, im 18. Jh. zu Besuch auf dem Schloss). Allerdings ist der denkmalgeschützte Rittersaal nicht beheizbar und somit nur in den warmen Tagen wirklich nutzbar. Die Sonnenterrasse über dem Rebberg zieht im Sommer viele Wanderer und Radfahrer an. Reservierung ist sicherlich deshalb ratsam.
Fazit: Gut schweizerisch genießen, ordentliche Portionen, moderate Preise, exzellenter Service – alles empfehlenswert, und wir vergeben gerne vier Löffel.

Restaurant & Schloss Schwandegg
Kurt & Bettina Jordi-Battlehner
CH-8468 Waltalingen, Tel. +41 52 745 18 27, Fax +41 52 745 28 63, , www.schloss-schwandegg.ch
Öffnungszeiten: wochentags 9.00 – 24.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 10.00 – 22.00 Uhr;
Ruhetage: Mai – September: Mittwoch; Oktober – April: Mittwoch + Donnerstag
Warme Küche: große Karte 11.30 – 14.00 / 18.00 – 21.00 Uhr, kleine Karte (Zvierikarte, kalt/warm) ab 10.00 Uhr durchgehend

Text: Christine Haus

Genuss und Gastlichkeit

Genuss und Gastlichkeit

(D-Ehingen) Hotel Restaurant Gasthaus zum Ochsen, dieser Name steht in Ehingen und über die Ortsgrenzen hinaus für Genuss und Gastlichkeit.

Der zentral und dennoch ruhig gelegene Ochsen verfügt über eine 350jährige Tradition und wird seit August 1997 von Hans-Peter Huber betrieben. Unterstützt wird der erfahrene Gastronom dabei von seinen hochmotivierten Mitarbeitern, zu denen derzeit auch fünf Auszubildende gehören.

Gut geschlafen

Rundum wohlfühlen können sich Übernachtungsgäste im Ochsen. Jedes der 20 komfortablen Zimmer wurde 2008 renoviert und verfügt über traditionellen Charme und modernste Annehmlichkeiten. Einen besonderen Hingucker bilden die Seidenmalereien der Künstlerin Karin Kalbrecht, die – jedes ein Unikat – die Wände der Zimmer zieren.

Das Beste aus Küche und Keller

Schwäbische Spezialitäten und internationale Gerichte mit saisonalem Charakter erfreuen die Gaumen der Gäste im Restaurant. Die verwendeten Produkte – darauf legen Hans-Peter Huber und Küchenchef Christoph Herold großen Wert – sind frisch, von höchster Qualität und stammen aus Deutschland, größtenteils aus der Region. Zu Ostern locken Lamm-, Wild- und Fischkreationen. An Gründonnerstag werden auf Voranmeldung traditionell frische, hausgemachte Dampfnudeln serviert. Viel Holz sowie eine zeitlos-schlichte und zugleich elegante Einrichtung prägen das helle, stilvolle Ambiente des Restaurants, das Platz für bis zu 100 Personen bietet. Weitere 28 Plätze stehen im Nebenraum, dem Birnbaumstüble, zur Verfügung. Ob mit Freunden, der Familie oder Geschäftspartnern: Damit eignet sich der Ochsen ideal für Veranstaltungen aller Art, von Familienfesten über Vereinsfeiern bis hin zu Tagungen und Firmenevents. Zu warmen Jahreszeit hält der große Biergarten im idyllischen Innenhof nicht einen, sondern 80 Plätze an der Sonne bereit.

Außer Haus

Auch wer lieber zu Hause oder an einem anderen Ort feiern möchte, kann auf die langjährige Erfahrung, das professionelle Know-How und den aufmerksamen Rundum-Service des Ochsen bauen. Ganz nach Ihren persönlichen Wünschen und Vorstellungen begleitet der Party- und Cateringservice des Ochsen Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen von der Planung und Organisation bis Durchführung und sorgt bis ins Detail für einen reibungslosen Ablauf der Festlichkeit. So können Sie unbeschwert mit Ihren Gästen feiern!

Weitere Infos:

Hotel & Restaurant
"Gasthof zum Ochsen"
Inhaber: Hans-Peter Huber
Schulgasse 3
89584 Ehingen an der Donau
Tel.: +49 (07391) 770 530
Fax: +49 (07391) 770 53 14

www.hotel-zum-ochsen-ehingen.de

Öffnungszeiten:
Hotel und Restaurant haben das ganze Jahr ohne Ruhetag geöffnet.
Restaurant: 6.30 – 24 Uhr
Frühstücksbüffet: 6.30 – 10 Uhr
Küche: 11.30 – 22.30 Uhr

Text: K.A